Neorealismus – definierbar oder nicht? Eine Spurensuche mit by Holger Köhler-Kaeß PDF

By Holger Köhler-Kaeß

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Filmwissenschaft, notice: 2,0, Freie Universität Berlin (Institut für Theaterwissenschaft), Veranstaltung: Basismodul Filmwissenschaft Filmgeschichte (Ü 17 605), Sprache: Deutsch, summary: Der Neorealismus ist nicht so leicht zu definieren, wie guy annehmen könnte. Zwar gibt es mittlerweile viele Bücher, in denen dessen Merkmale und Verfahren beschrieben werden, jedoch gibt es kaum einen neorealistischen movie, der diesen sehr ähnlichen Beschreibungen vollends entspricht.

In dieser Arbeit stelle ich daher die Frage, ob guy eine allgemeingültige Definition des Neorealismus formulieren kann.
Hierfür teile ich die Arbeit in drei Kapitel ein. In Kapitel I arbeite ich die Geschichte und die mutmaßlich gängigen Merkmale bzw. ästhetischen Verfahren des Neorealismus heraus.
Im zweiten Kapitel untersuche ich die dritte Geschichte des Episodenfilms "Paisà" (Paisà, I 1946).
Ziel dieser Untersuchung ist es festzustellen, inwiefern diese Episode den gängigen Merkmalen des Neorealismus entspricht und ob sie Elemente enthält, die diesen widersprechen.
Im dritten und letzten Kapitel wende ich mich in Hinblick auf meine Untersuchungen in Kapitel I und II der Kernfrage dieser Hausarbeit zu, ob eine allgemeingültige Definition des Neorealismus möglich ist.
Abschließend fasse ich in einem Fazit meine Ergebnisse zusammen.

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New PDF release: König Artus: Der Vergleich von Geoffrey von Monmouths

By Zahra Botorabi

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, be aware: 2,0, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: König Artus Vorbild und Witzfigur, four Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Mit der „Historia regum Britanniae“ erweist Geoffrey von Monmouth (Galfridus Monemutensis) einer Ära der britischen Geschichte Reverenz, die von der modernen Forschung, wohl nicht zu Unrecht, mit dem Prädikat ,,Dark a while" belegt wird. Gemeint ist der Zeitraum zwischen dem Verfall römischer Macht in der ehemaligen Provinz Britannia im four. Jahrhundert und der Etablierung der angelsächsischen Königreiche im 6./7. Jahrhundert. Es lässt sich kaum etwas Konkretes über diese Jahre sagen, denn bis zu diesem Zeitpunkt struggle die Geschichte Britanniens von den Römern in Dokumenten festgehalten worden. Die zu dieser Zeit dort lebenden Heiden hielten ihre Bräuche und Rituale nicht in schriftlicher shape fest. Eine Symbiose aus Sagen, Mythen und Realität wurde über Generationen hinweg mündlich weitergegeben. Die Verlegenheit, in der sich die Historiographie befindet, wenn es gilt, ein möglichst präzises Bild jener Epoche zu zeichnen, wird bei der Lektüre einschlägiger Darstellungen zu dieser Zeit deutlich. Es entsteht tatsächlich der Eindruck eines düsteren Zeitalters, geprägt vom Abwehrkampf der Kelten gegen Angeln, Sachsen, Scoten und Pikten, einhergehend mit der Zerstörung urbaner und agrarischer Strukturen, dem Rückzug des Christentums und der Flucht ganzer Bevölkerungsteile auf das Festland. Dem steht ein ,,Bestseller" des Mittelalters gegenüber, Geoffrey von Monmouths „Historia regum Britanniae“. Der Gelehrte des 12. Jahrhunderts schildert die Geschichte der britischen Könige als ein grandioses Epos. Die Vitalität der Arthurlegende zeigt sich bis heute in populären Bearbeitungen in movie und Literatur, aber auch in Publikationen wissenschaftlichen und halbwissenschaftlichen Charakters. Geoffrey steht nicht am unmittelbaren Anfang dieser culture, doch die „Historia regum Britanniae“ machte die Gestalt Arthurs greifbar, legte den Grundstein für einen der großen Mythen des Abendlandes. Im Folgenden soll weniger der historische Wahrheitsgehalt als vielmehr die Konstruktion dieses ,,Mythos" analysiert werden. Diese Konstruktion wird darauf folgend mit dem movie „ King Arthur“, welcher diesen Mythos Jahrhunderte später thematisiert, verglichen. Wichtig dabei ist es, die Ansätze, die den Keim späterer Traditionen bereits in sich trugen. So entwickelt sich Arthur sehr schnell von einer (pseudo-) historischen, räumlich und zeitlich relativ klar definierten Figur zu einer enthistorisierten Gestalt, die im Mittelpunkt eines universellen mythologischen structures steht.

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Read e-book online Eine Oper für München. Historische Einordnung und Analyse PDF

By Friederike Schoppek

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Musikwissenschaft, observe: 1,2, , Sprache: Deutsch, summary: In meiner Arbeit werde ich die Beziehung zwischen München und Mozart deutlich machen und auf seine Oper „Idomeneo“ eingehen, die er für die Stadt komponiert hat. Viele vergessen oder wissen kaum etwas von der Verbindung, die Mozart mit der Stadt München hatte. In der er während seiner Aufenthalte große Spuren hinterließ.

Wolfgang Amadeus Mozart – auf der ganzen Welt ist er bekannt. Ein Mensch, der durch seine berühmten Kompositionen ewig leben wird. Fragt guy die Menschen nach ihm, fallen die Schlagwörter „Wunderkind“, „Zauberflöte“ oder auch „Die kleine Nachtmusik“. Aber auch „Wien“ und „Salzburg“ tauchen auf, die als Geburts- und Wohnort natürlich eine große Rolle in seinem Leben gespielt haben.

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Download PDF by Stefanie Marx: SoLewitt und der Übergang der Minimal Art zur Conceptual Art

By Stefanie Marx

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Installationen, Aktionskunst, 'moderne' Kunst, notice: 1,7, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Conceptual artwork, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: 1915 malte Kasimir Malewitsch sein Schwarzes Quadrat, der Inbegriff der Gegenstandslosigkeit. Er verabschiedete sich von der Welt des Sichtbaren und schuf so eine neue Wirklichkeit der Farbe. Zwei Jahre später entstand eines der ersten prepared mades. Duchamps Fountain signalisierte, wie sehr der Ausstellungsort die Werke beeinflusst. Gleichzeitig stand bei ihm die Idee im Hintergrund und bildete so einen wichtigen Vorläufer für die Conceptual artwork. Schon bei ihm gab es keine Individualität mehr, da er vorgefertigte Materialien benutzte, beziehungsweise die Objekte direkt zum Kunstwerk emporhob.
Beide Werke stellten ein halbes Jahrhundert die Grenzen der visuellen Kunst dar. Reduziert auf ein minimal an Farbe oder im Falle Duchamps ein Alltagsgegenstand, der im White dice zur Kunst wird. Ja, eine Zeit, wo sogar eine unbemalte Leinwand zur Kunst werden konnte.
In den sechziger Jahren entstand letztendlich die minimum paintings, kurze Zeit später die auf ihr basierende Conceptual paintings. Für beide Richtungen battle ein Künstler ganz besonders wichtig: Sol LeWitt – der „Vater der minimum paintings“ und der Wegbereiter der Conceptual artwork. So wird er in den meisten Kunstbüchern beschrieben.
Doch wo hört das eine auf und wo fängt das andere an und welche Rolle spielte dabei Sol LeWitt?
Diesen Fragen werde ich in dieser Arbeit auf den Grund gehen. Zunächst werde ich beide Richtungen darstellen. Daraufhin werde ich die Werke und Schriften Sol LeWitts analysieren und somit zu einem Resümee kommen und letztendlich die Frage bearbeiten, welche Rolle Sol LeWitt für die eine und für die andere Richtung spielte und used to be genau bei ihm konzeptuell conflict, seine Schriften oder seine Werke?

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Bernd Sponheuer,Wolfram Steinbeck's Mahler-Handbuch (German Edition) PDF

By Bernd Sponheuer,Wolfram Steinbeck

Einflussreiches Schaffen Gustav Mahlers. Im Zentrum des Handbuches steht die detaillierte Darstellung sämtlicher Werke Gustav Mahlers. Neben einem biografischen Porträt werden die geistige Welt des Künstlers, seine kompositorische Herkunft aus dem 19. Jahrhundert und sein spezifischer Ton thematisiert. Auch die vielfältige Rezeptionsgeschichte wird ausführlich dargestellt. Umfangreiches und aktuelles Porträt des weltweit bekannten Komponisten für Experten und Interessierte ein Muss!

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Die Konstruktion totalitärer Räume: Am Beispiel des by Sven Rolf PDF

By Sven Rolf

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, observe: 1,7, Universität Bielefeld, Veranstaltung: Stadtsoziologie, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Die Landschaften und Räume die uns umgeben, entstehen im Verlauf eines gesellschaftlichen Konstruktionsprozesses. Sie können wie Texte im Raum von Individuen und Gruppen gelesen werden und geben uns Auskunft über die herrschende soziale Ordnung innerhalb einer Gesellschaft.
Die Arbeit soll zeigen, in wie weit sich ressortorientierte Stadtplanung und Architektur mit politischen Zielsetzungen ihrer Planer verknüpften. Es soll dabei aufgezeigt werden, dass sich der Konstruktionprozess von Macht und Herrschaft im Raum und funktionale Stadtplanung einander nicht ausschließen, sondern maßgeblich von der politischen purpose der jeweiligen Stadtplaner und des sie umgebenen politischen platforms geprägt werden. Dabei gilt es die Frage zu beantworten, in wie weit der Anspruch einer totalen rationalen Stadtplanung innerhalb eines totalitären Regimes auch totalitäre Räume generiert. Und wenn nicht sogar, die totale Stadtplanung zum Herrschaftsinstrument wird und zur Legitimation einer totalitären Gesellschaftsordnung beiträgt.
Am Beispiel der Architektur und Stadtplanung im Dritten Reich, soll geklärt werden, wie die Zielsetzungen einer rationalen funktionsorientierten Stadtplanung für die Propaganda der Nationalsozialisten instrumentalisiert wurde und welchen städtebaulichen und architektonischen Leitbilder die Stadtplaner im Dritten Reich folgten.
Anhand des fertigen Generalbebauungsplanes für die Reichshauptstadt Berlin aus dem Jahr 1942 soll gezeigt werden, wie die propagandistische Konstruktion von Macht und Herrschaft Repräsentation im Raum innerhalb einer vermeintlich theoriegeleiteten rationalen Stadtplanung planerisch umgesetzt wurde.

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Die Angestellten: Über das Entstehen einer Kultur jenseits by Gundula E. Rommel PDF

By Gundula E. Rommel

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, notice: 1,0, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Kultur der Weimarer Republik (Historische Publizistik), Sprache: Deutsch, summary: „Aus dem neuesten Deutschland“, so überschrieb Siegfried Kracauer seine Studie über das Leben der Angestellten in der Weimarer Republik. Erstmals 1929 in Fortsetzungen im Feuilleton der Frankfurter Zeitung erschienen und im folgenden Jahr als Buch veröffentlicht, machte Kracauers Schrift sofort von sich Reden. was once aber struggle das eigentlich Neue an der deutschen Angestelltenschicht in den ausgehenden zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts? Und was once verlieh Kracauers examine in den Augen seiner Zeitgenossen eine solche aktuelle Brisanz? Um diese Fragen zu beantworten, skizziert diese Arbeit zunächst den diskursiven Hintergrund, vor dem Kracauers Studie erschien. Zudem wird in einem Exkurs näher auf die sozialgeschichtliche Genese der Angestelltenschicht eingegangen. Dieser Exkurs bietet auch Anhaltspunkte für ein Verständnis des anschließend beschriebenen bürgerlichen Standesbewußtseins, welches für viele Angestellte damals charakteristisch battle und von Zeitgenossen vielfach thematisiert wurde. Ob dieses elitäre Selbstverständnis berechtigt sei oder nicht, an der Beantwortung dieser Frage schieden sich die konkurrierenden Gewerkschaftsverbände wie auch die großen politischen Fraktionen. Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Ansichten und ihrer Argumentationen vermittelt ein Bild von jener Auseinandersetzung, die Kracauer mit der Veröffentlichung von „Die Angestellten“ zum Brennpunkt seiner diskursiven Intervention machte. So wie es in dieser politischen Auseinandersetzung eigentlich um die Zukunft der Weimarer Republik insgesamt ging, weitete auch Kracauer seine examine der Angestelltenschicht zu einer umfassenden Gesellschaftskritik aus. Eine zusammenfassende Darstellung seiner Beobachtungen und Schlußfolgerungen sowie der Implikationen, die sich nach meiner Lesart daraus ergeben, bildet den Hauptteil der vorliegenden Arbeit. Abschließend soll diese Arbeit den Leser zum Nachdenken darüber anregen, inwieweit einige der von Kracauer aufgezeigten Aspekte für unser Verständnis der weiteren gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands und auch noch der aktuellen scenario correct sind.

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New PDF release: Von der Theaterlandschaft zur Kinolandschaft: Berlins erste

By Johannes-Paul Lesinski

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Theaterwissenschaft, Tanz, observe: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Eine Welt ohne Filme ist heute kaum noch vorstellbar. Viel zu sehr haben wir uns schon an dieses Medium gewöhnt und kein Radiobericht vermag es, uns mehr anzusprechen, als ein Video-Mitschnitt aus der Katastrophenregion.
Filme sind in unserer Gesellschaft das Unterhaltungsmedium Nummer eins, eine kommerzielle Ware, die keinen direkten Nutzen oder eine Funktion besitzt.
Schon von Anbeginn der Filmgeschichte verstand es dieses neue Medium, Gewinn zu erwirtschaften, auch wenn in den Anfangsjahren die Aufnahme- und Ausgabegeräte bedeutender und lukrativer waren als die Filme selbst.#
Der “Wunsch, Bewegungen zu fixieren, zu repräsentieren und Wege zu ihrer Aufzeichnung und Aufbewahrung zu finden”#, warfare endlich in Erfüllung gegangen.
Auf der ganzen Welt steuerten Wissenschaftler zum Ausklang des 19. Jahrhunderts dieses Ziel an und 1895 warfare es dann soweit.
Am 1. November führten Max und Emil Skladanowsky erstmals ihr Bioscop öffentlich vor - eine Weltpremiere - und wo? Im Berliner Wintergarten.
Doch diesem glanzvollen begin folgte keine erfolgreiche Fortsetzung, “denn bis zum Jahre 1910 besaß Deutschland so intestine wie keine eigene Filmindustrie”#.
Produktionen nebst Firmen aus Frankreich, Italien, Dänemark und den united states bestimmten den Deutschen Filmmarkt noch bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges (nur ca. 12% der Filme stammten aus deutschen Produktionsstätten).
Dennoch eroberte das neue Medium in diesen knapp zwanzig Jahren nicht nur die Reichshauptstadt wie im Fluge, sondern auch dessen, bisher hauptsächlich vom Theater unterhaltene, Einwohner.
Wie der Siegeszug des Kinos in diesen Jahren von statten ging, soll nun Thema dieser Hausarbeit sein.Sicherlich ist es unmöglich, in diesem Rahmen eine ausführliche Beschreibung zu liefern, trotzdem sollen einige Aspekte dieser Entwicklung aufgeführt werden.
Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob das Kino in diesen Jahren eine Ablösung, Erweiterung oder lediglich neue Unterhaltungsform im Schatten des Theaters darstellte.
Ausgehen möchte ich von den Schauplätzen, an denen die ersten Filme gezeigt und produziert wurden. Des weiteren soll aufgezeigt werden, welche enge Verbindung zum Theater der frühe movie noch aufwies, sowohl in Anbetracht der Akteure, als auch der Ästhetik des Mediums an sich, ohne jedoch vollkommen auf Unterschiede zu verzichten. Abschließend gilt mein Augenmerk dem Publikum, welches entscheidend zur Etablierung der bewegten Bilder beigetragen hat.

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Read e-book online Kleist-Jahrbuch 2008/09 (German Edition) PDF

By Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft,Günter Blamberger,Sabine Doering,Gabriele Brandstetter,Klaus Müller-Salget,Wolfgang de Bruyn,Ingo Breuer,Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Mu Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft

Das Jahrbuch dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2007 und 2008 u. a. mit den Reden der Preisträger Wilhelm Genazino (2007) bzw. Max Goldt (2008). Es beinhaltet die Beiträge der internationalen Tagung Kleists Affekte 2008 in Berlin sowie Abhandlungen zu Kleists Werken und Rezensionen wissenschaftlicher Neuerscheinungen zu Kleist.

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Read e-book online Kultur und Pfeffersäcke. Zum Verhältnis von Diplomatie und PDF

By Marta Denker

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Musikwissenschaft, notice: 2,3, Universität Hamburg (Institut für Musikwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar: Johann Mattheson, Sprache: Deutsch, summary: Inwiefern kann sich eine Stadt wie Hamburg auf die Entstehung von Kunst und im Speziellen auf die Entstehung von Theater - und Opernproduktionen auswirken? Nicht bloß in unserer heutigen Zeit stehen die Kultur- und Opernlandschaft in Hamburg unter großem Einfluss der Politik und deren rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen, ihren öffentlichen Institutionen und privaten Kulturschaffenden. Auch schon zu Barockzeiten wurden das Hamburger Kulturwesen und für die Oper bestimmend, die Gänsemarktoper, in großen Teilen durch Politik, Diplomatie und weitere Faktoren der Stadt Hamburg beeinflusst.

Inwiefern die Bereiche Kunst, Politik und Diplomatie zusammenhingen und welche weiteren Faktoren im Stadtbild und deren Kulturlandschaft zur Entstehung, Konzeption und Aufführung einer Produktion beigetragen haben, soll folgende Arbeit untersuchen. Zur Verdeutlichung wird hierbei das Beispiel der Oper „Boris Goudenow“ von Johann Mattheson dienen, einem Komponisten, der sich sehr mit Hamburg verbunden fühlte und bei dessen Kompositionen ebenfalls der Einfluss der Stadt, in der er lebte und arbeitete, abzulesen ist.

1710 entstanden, wurde die Oper „Boris Goudenow“ aus politischen Gründen von der Aufführung zurückgenommen und erst im Jahre 2005 im Bucerius Kunstforum in Hamburg konzertant welturaufgeführt, 2007 dann im St. Pauli Theater auch szenisch. Es sind zu dem Werk zwei unterschiedliche Titel vermerkt: „Der durch Verschlagenheit erlangte Thron“ in der Partitur und „Die durch Neigung glücklich Verknüpfte Ehre“ im Libretto. Sowohl Musik und textual content der Oper sind von Mattheson selbst verfasst und John Wich, dem damaligen englischen Gesandten der Britischen Krone, gewidmet.

Die Handlung der Oper spielt zum Ende des sixteen. Jahrhunderts, zur Zeit des Zaren und Großfürsten Boris Goudenow, der von 1598 – 1605 Russland regierte, Komposition und Textschreibung erfolgten additionally erst a hundred Jahre später. Zur Erarbeitung soll zunächst ein kurzer Überblick über den historischen Kontext der Hansestadt, die Problematik zwischen den Fronten im Nordischen Krieg, das aufkommende Gesandtenwesen und den besonderen prestige von Mattheson als Gesandtschaftssekretär im Englischen Dienst gegeben werden. Diese Punkte sollen darauf hinarbeiten, dass Kunst in Hamburg keinesfalls nur um ihrer selbst existierte, sondern in großem Maße der Förderung persönlicher Zwecke, Interessen und Verbindungen diente.

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